Nun ist es eben doch so weit: Ein KD-Pause muss her. Um dieses vorhersehbare Einknicken doch noch in ein vorteilhaftes Licht zu rücken, sei darauf hingewiesen, dass diese Pause einen noblen, nämlich theologischen Grund hat: Ich muss für ein paar Wochen Calvin statt Barth lesen. Das hat v.a. damit zu tun, dass ich demnächst meine Diplomarbeit über Calvin zu schreiben habe und mich deshalb hier jetzt etwas intensiver einlesen muss. Ich merke aber auch, dass mir ein bisschen Abwechslung gut tut. Wer Barth kennt, der weiß, das seine Stärke nicht in der Kürze und Prägnanz liegt. Ausführlichkeit und Wiederholung sind hier aller Weisheit Anfang. Das führt aber bei längerer ununterbrochener Lektüre zu gewissen Abnutzungserscheinungen. Weshalb eine Unterbrechung vielleicht auch zu neuer Frische und Aufmerksamkeit verhelfen könnte.
Barth selbst wäre mit dieser Art der Ablenkung sicher zufrieden gewesen. Über seinem Schreibtisch hingen zwei Porträts als Erinnerung an seine beiden größten Helden: Calvin und Mozart.
26. April 2010 at 07:22
Pause? Grade jetzt wo ich auf den Zug aufspringe, hält er? Nun gut … das gibt mir die Gelegenheit, die alten Einträge zu lesen … so, passiert. Wann geht’s weiter?
26. April 2010 at 09:18
Wann’s weitergeht ist noch nicht ganz sicher. Zur Not die Zeit einfach mit der Lektüre von KD I/1 vertreiben.
27. April 2010 at 07:54
Könntest den Barth ja einfach als Winterlektüre deklarieren und fertig ist der Lack.
27. April 2010 at 08:03
Das Problem ist: Barths KD hat drei “Highlights”. 1) Die Prolegomena, 2) seine Fassung der Prädestinationslehre und 3) seine Versöhnugslehre.
1) hab ich, 2) und 3) fehlen mir noch. Bisschen wie bei den Panini-Bildchen. Nur dass man nicht schon gelesenen Quatsch gegen noch nicht gelesene Weisheiten tauschen kann…
27. April 2010 at 18:22
Lass Dich bloss nicht fertig machen.
War bis hierher schon eine beeindruckende Leistung.
29. April 2010 at 11:33
“Wer Barth kennt, der weiß, das seine Stärke nicht in der Kürze und Prägnanz liegt.”
Das macht mir Hoffnung. Hat Barth auch gepredigt?
29. April 2010 at 12:35
Ja, hat er – allerdings ist er da, anders als in seinen dogmatischen Ausführungen, sehr kurz und prägnant.
Musste er wohl auch, bei seinem Publikum: Siehe neuester Eintrag…