In §8.3 fragt sich Barth, ob man in anderen Religionen Bestätigung für die Wahrheit der Trinitätslehre finden könne. Immerhin finde man ja im Babylonischen und Brahmanischen triadische Formulierungen des Weltprinzips, der Buddhismus kenne „drei Kleinodien“. Er ist allerdings nicht überzeugt: „Denn was nach Abzug der Frage nach dem Wesen, das dort als das Wesen Gottes beschrieben wird, übrigbleibt, ist eigentlich nur die Dreizahl.“ (I/1, 361) Und dann führt Barth, eine Perle der Religionswissenschaft, die Begründung dieser Göttlichkeit der Dreizahl in den Religionen an, wie sie im Lexikon „Religion in Geschichte und Gegenwart, 2.Aufl“ zu lesen steht:

„Heilig ist [die Dreizahl] vermutlich deshalb, weil der primitive Mensch eine größere Zahl noch nicht kannte.“ (RGG 2, Art. Dreieinigkeit I).

Ja, ich nehme an, genau so hat sich das abgespielt…

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