Nun ist es eben doch so weit: Ein KD-Pause muss her. Um dieses vorhersehbare Einknicken doch noch in ein vorteilhaftes Licht zu rücken, sei darauf hingewiesen, dass diese Pause einen noblen, nämlich theologischen Grund hat: Ich muss für ein paar Wochen Calvin statt Barth lesen. Das hat v.a. damit zu tun, dass ich demnächst meine Diplomarbeit über Calvin zu schreiben habe und mich deshalb hier jetzt etwas intensiver einlesen muss. Ich merke aber auch, dass mir ein bisschen Abwechslung gut tut. Wer Barth kennt, der weiß, das seine Stärke nicht in der Kürze und Prägnanz liegt. Ausführlichkeit und Wiederholung sind hier aller Weisheit Anfang. Das führt aber bei längerer ununterbrochener Lektüre zu gewissen Abnutzungserscheinungen. Weshalb eine Unterbrechung vielleicht auch zu neuer Frische und Aufmerksamkeit verhelfen könnte.

Barth selbst wäre mit dieser Art der Ablenkung sicher zufrieden gewesen. Über seinem Schreibtisch hingen zwei Porträts als Erinnerung an seine beiden größten Helden: Calvin und Mozart.

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